Thema der 5. KW: Vergebung

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Elvira
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Thema der 5. KW: Vergebung

Beitrag von Elvira »

Zu einigen Wochenthemen sage ich manchmal: “Ich bin damit schwanger gegangen!“ Mit diesem Thema gehe ich seit ca. 4 Wochen schwanger. Nun ist es ja so, das in einer Schwangerschaft der Samen ausgelegt wird und etwas Wunderbares wächst heran.
Ich sehe bei mir noch kein Wachstum zu diesem Thema.

Vor vier Wochen habe ich angefangen, Reiki zur Heilung auf die Ursache meiner Depression zu geben, ohne mir den Kopf zu machen. Wie mit meiner HP abgesprochen. Ich liege im Bett und gebe mir wieder in diesem Sinne eine Portion Reiki.

Da springt irgend etwas auf meinen Brustkorb, das ich dachte, ich kriege keine Luft mehr. Ich schwing sofort die Beine aus dem Bett. Was war denn das? Mein Herz rast vor Aufregung, ich lege die Hände aufs Herz, hole tief Luft. Ja und dann sehe ich vor meinem inneren Auge das Wort „Vergebung“.

Ich schüttel nur den Kopf. Da bete ich jeden Abend das „Vater unser“, in denen die Worte vorkommen: “und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Und was soll ich jetzt damit?

Das nächste Buch, das auf meine Nachtisch liegt, ist ein Arbeitsbuch von Louise Hay „Balance für Körper und Seele“. Das erste Kapitel „Selbstwertgefühl“ habe ich durch. Vergebung ist Kapitel sieben. Dort stehen dann so Aussagen wie unverzeihlich, entschuldigen, vergeben, Unrecht drin. Na, auf jeden Fall habe ich das Thema angenommen, weil ich ja damit „schwanger geh".

Meine Reikilehrerin hat uns gelehrt, das wir erst uns und dann anderen vergeben sollen. An dieses Thema bin ich noch nicht heran gegangen. War wohl noch nicht soweit.

Ich habe vor zwei Jahren erst den Sinn erkannt, warum in vielen Reikibüchern bei meiner Erkrankung oft das Wort mentale Härte und Hartherzigkeit steht.
Gilt bei mir doch nicht!!!!! Doch genau für mich, aber nicht anderen gegenüber, da bin ich die „ganz liebe“.

Mir selbst gegenüber, meinen Körper und meiner Seele gegenüber bin ich zu hart bzw. war ich zu hart. Eine für mich furchtbare und auch fruchtbare Erkenntnis, an der ich wohl mein Leben lang arbeiten werde. Ich weiß aber, diese Arbeit hilft mir und meinem Körper.

Und jetzt sollte ich mir dafür vergeben, das ich so zu schlecht zu mir war? Ich war aber auch schlecht zu anderen!

Wer ist das nicht? Ich denke einfach mal, jeder hat sich irgend etwas vorzuwerfen. Jeder hat Unverzeihliches getan und möchte es rückgängig machen.

Und dann gehen wir hin und vergeben uns und fühlen uns danach wohler??? Und dann, wenn wir uns wohler fühlen, können wir auch anderen vergeben, so wie Gott uns vergibt???
Anderen, die uns verletzt haben. Unsere Eltern vielleicht, unser Partner, Freunde etc.

Und dann, sind wir dann endlich frei ? Frei von allen Schuldgefühlen, Ängsten, Sorgen. Sind wir dann endlich bei uns angekommen. Und können „aufatmen“, ohne das uns etwas die Luft abschnürt.


Wer von Euch hat sich mit diesem Thema schon einmal auseinandergesetzt und kann hier davon berichten?

Und wenn ihr euch noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt habt, vielleicht habe ich bei dem einen oder anderen User jetzt auch ein „Samenkorn namens Vergebung“ eingepflanzt und ihr geht damit „schwanger“. Zu welchem Ergebnis kommt ihr dabei?
Dieses Thema kann man immer wieder hochholen! So oder so :wink: .

Liebe Grüße
Eure Kathi
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Lehrling
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Beitrag von Lehrling »

Vergebung - das ist ein sehr schwieriges Thema für mich.

Es ist ein wichtiges Thema, ich stoße auch alle naselang darauf, und ich habe Schwierigkeiten damit:

wenn eine Sache vorbei ist, die mich verletzt hat, versuche ich sie von allen Seiten zu verstehen, dann kann ich auch vergeben, und es tut mir gut. Das habe ich inzwischen einige Male erlebt.

Aaaaber es gibt da eine Sache, die mich sehr verletzt hat und die noch nicht abgeschlossen ist.
Ich habe die Sache angesprochen - keine Reaktion von der Gegenseite.

es ist also jederzeit möglich, daß es nochmal passiert, und da hänge ich fest - da kann ich nicht vergeben ( noch nicht???????) und das brennt in mir.
ich hab es auch schon versucht mit Reiki drauf -ich komm nicht weiter.

liebe Grüße
Lehrling
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Mischa*w*
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Beitrag von Mischa*w* »

Huhuu und Halloo...

erstmal danke Kathi, für das Wort "Vergebung", welches auch ich als Samen in mir trage, aber immer wieder vergesse. Besser gesagt, vielleicht auch vergessen will, weil es eine einfach Lösung für mich wäre.

Du hast so schön geschrieben, das wir erst uns vergeben sollen. Ja, das wäre genau die Lösung! Die Lösung, alles andere im Leben anschließend leichter zu sehen. Denn wenn ich mich als ganzes sehe und komplett liebe, dann kann kommen was wolle. Alles was kommt wäre dann viiiiel leichter zu meistern.

Schöne Worte!!!!! Wichtige Worte!!!!!

Aber doch sehr schwer zu leben und umzusetzen. Aber vielleicht ja auch nicht. Am Anfang scheint vieles schwer zu sein. Ist man dann auf dem Gipfel angekommen, lacht man über den Weg, weil er doch sehr einfach erscheint.

Auch ich stehe am Fuße des Gipfels der Vergebung! O.k. nicht mehr ganz am Fuße aber oben bin ich auch noch nicht, jedoch auf dem richtigen Wege!

Das wichtigste ist ja eh nicht wie wir lernen, sondern das wir lernen!

Lieben Gruß
-Birgit-
Es sind nicht die Dinge selbst, die uns Schwierigkeiten bereiten, sondern lediglich unsere Sicht der Dinge.
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Carya Fee
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Beitrag von Carya Fee »

Vergebung...

Sich selbst vergeben - da wäre nichts an das ich spontan denken würde.
Andreren vergeben schon eher - da gibt es etwas, das ich dem anderen vergeben könnte.
Doch geht es mir damit wirklich besser?
Denn die seelische Wunde, die er mir zugefügt hat bleibt.
Mache ich also etwas verkehrt?

Dem anderen vergeben, bedeutet ihm eine Schuld zu vergeben. Wieso hat er diese Schuld mir gegenüber? Es heißt doch immer: "Dazu gehören zwei." In wieweit bin ich daran beteiligt, daß er mir etwas angetan hat? Ist dieser Teil dann meine Schuld, die ich mir selber verzeihen muß?

Ein schwieriges Thema...

Vielleicht bedeutet Vergebung zu akzeptieren und das beste für sich draus zu machen. Den Schmerz, die Wunde heilen zu lassen, indem man ihm keine Nahrung mehr gibt mit negativen Gedanken, die man ihm hat zukommen lassen.

In Gedanken...
Tanja
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hobbes
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Beitrag von hobbes »

Hallo ihr lieben!
Zu diesem Thema fällt mir spontan die "Kleine Seele - ich bin das licht" ein:

ihr kennt es bestimmt schon, aber es passt so wunderbar hierher:

(Admin-Edit:
Wegen möglicher Urheberrechtsverletzung ist der Text vom Moderatorenteam von Reikiland.de entfernt worden.)


aus dem Buch ...ich bin das Licht...von Neale Donald Walsch...

liebe Grüße,
hobbes :wink:
StilleWasser

Beitrag von StilleWasser »

Liebe kathi,

"Vergebung" ist ein Wort, das mich seit etwa 3 Jahren begleitet. Gelegentlich mit dem Wort "sich ergeben".


Depression, so habe ich neulich gelesen, ist ein Zeichen des nicht Liebens im Augenblick. Es ist ein Zeichen von "nicht-geliebt fühlen". Ein Zeichen, dass Du an einem Mangel leidest. Ich hab folgendes schon ein paar Mal ausprobiert, wenn ich abgedriftet bin. Ich sage mir laut und so liebend, wie ich kann: "genau jetzt in diesem Augenblick bist Du vollkommen und vollkommen liebenswert". Wenn Du Dich dabei vor einen Spiegel stellst, Dich ansiehst und nach dem liebenswerten an Dir in diesem Spiegelbild suchst, kann das eine Menge in Bewegung bringen. Vor allem, wenn Du beginnst, Dir in die Augen zu sehen, wenn Du diesen Satz sagst. mal in das eine, dann in das andere. Sie reagieren unterschiedlich. Du kannst die Gefühle, die Du siehst aufnehmen und Dir sagen: "Ich sehe, dass.... und genau das macht Dich (mich) in diesem Augenblick..."
Ich fände es interessant, was passieren würde, wenn man sich dann genau auf diese Situation und den Moment Reiki gibt....
Das gleiche ist mit dem Wort Vergebung möglich.



Wenn wir einem anderen Menschen vergeben, vergeben wir IMMER auch uns selbst, weil wir den Anteil der an das "Nicht-Vergeben-Können" gebunden ist, erlösen. Wir tragen den Täter ebenso in uns, wie das Opfer, nur auf eine andere Art.

ja, ich finde es sehr wichtig, sich selbst zu vergeben. manchmal ist es eine lange, lange Zeit nicht möglich, einem Menschen zu vergeben und das ist etwas, was an Dir ebenso liebenswert und vergebenswürdig ist, wie der Akt der Vergebung selbst. Es macht Dich menschlicher und bringt Dich zu Dir selbst, zu der vollkommenen und bedingungslose Annahme, dessen was Du in diesem Augenblick bist.Das kann sehr schwierig sein. Vielleicht möchte man sich vor Scham und anderem vor sich selbst verkriechen, weil man gerade Gefühle durchlebt, die jegliche VErgebung genau jetzt unmöglich machen, obwohl man doch gut sein will und das gute Gefühl der Vergebung fühlen will.
Es ist eine Herausforderung

Wenn Du Dir selbst vergeben kannst, alles vergeben kannst, das größte Übel, die kleinste Kleinigkeit, dann wirst Du.... ganz weich. Und mit diesen weichen Augen wirst Du anfangen, Menschen anders zu sehen. Du wirst an Stärke gewinnen, weil Du "JA" zu Dir sagst und Du wirst an Vertrauen gewinnen, weil Du Dir Zeit gibst.


Vergebung ist nichts weiter, als die Bestätigung: Ich nehme Dich vollkommen so an, wie Du bist (auch wenn dies und jenes war). Es ist angewandte Liebe.


Ich glaube, es wird oft gepredigt, wie herzensgut und christlich es sei, den anderem zu vergeben (und wie egoistisch es ist, bei sich selbst anzufangen). Das ist für mich verkehrte Welt. Wenn ich mir selbst nicht vergeben kann, dann kann ich mich von dem anderen (ob nun Situation oder Person oder...) nicht lösen. Ich kann nicht von innen heraus geben, ohne mich selbst wegzugeben. Das Wertgefühl hängt vom anderen ab, anstatt es bei sich selbst stärken und das manchmal in einer Weise, die mich übereifrig danach suchen lässt, wie herzlich ich dem anderen vergeben kann... und in Wahrheit suche ich nach der Liebe für mich, die ich mir selbst aber versage (ohne es zu wissen....) und ich suche vielleicht nach der Liebe für mich, weil ich von guten Menschen erwarte, dass sie mich so lieben, wie ich sie. Nur liebe ich mich selbst nicht so, wie ich andere lieben will...



Soweit bis hier :)

Stille
StilleWasser

Beitrag von StilleWasser »

Ach...

wenn du nicht weißt, was du dir vergeben sollst oder vergeben könntest, dann schau mal danach, was du an dir nicht liebst.
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nimue
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Beitrag von nimue »

hobbes hat geschrieben:aus dem Buch ...ich bin das Licht...von Neale Donald Walsch...

liebe Grüße,
hobbes
Liegt die Genehmigung des Urhebers zur Veröffentlichung dieses Textes im Reikiland-Forum vor? Wenn ja, bitte hinzufügen "Mit freundlicher Genehmigung des Autors". Falls sich dieser Zusatz nicht in den nächsten Tagen findet, wird dieser Text gelöscht. Weitere Informationen finden sich an dieser Stelle - wir bitten um Verständnis. Dies ist ein Standard-Text des Moderatorenteams von Reikiland.de.
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hobbes
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Beitrag von hobbes »

Hallo admin-team,

ich hab diesen text aus einem anderen Beitrag hier im Forum kopiert (auszugsweise):

http://www.reiki-land.de/reiki-forum/ei ... t3729.html

Da er schon seit 2 Jahren hier steht dacht ich das wär in Ordnung so...
Ich persönlich hab (noch) keine Erlaubnis von Mr. Walsch.

Liebe Grüße,
hobbes :P
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Ravenwings
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Beitrag von Ravenwings »

Ach du grüne Neune, nun du auch noch .... :oops:

Neulich einmal sagte jemand, die ich sehr wertschätze, zu mir: "Ich hatte schon immer das Gefühl, du bist sehr streng zu dir selbst, doch momentan bist du irgendwie so ... absolut .."

Danke, Liebes, ich kaue noch immer an dieser ehrlichen Bemerkung von dir herum und weiß auch: Du hast damit Recht. :knuddel:

Wo ich anderen jederzeit vergeben kann, da hapert es bei mir selbst. Aber mal ehrlich, sind wir nicht selbst unsere kritischsten Lehrmeister? Fängt es nicht schon bei der kneifenden Hose an mit der Bemerkung: "Du bist zu dick" und über den Blick in den Spiegel morgens: "Wer bist du denn? Naja, ich wasch dich trotzdem" bis hin zu der Selbsterkenntnis während eines Gespräches mit dem Gedanken: "Was hab ich denn da gerade für einen Blödsinn gelabert?"? :wall:

Wer kennt das nicht? :doh: Möglicherweise ist es die Hohe Kunst des Seins, sich selbst in den Arm zu nehmen und über sich lachen zu können. Ich zumindest arbeite wieder daran. Danke, 8)

Raven
"Suche und beschreite deinen eigenen Weg, denn ausgetretene Pfade mögen leichter zu begehen sein, doch wenn du einst zurückblickst, wirst du deine eigenen Schritte dort nicht mehr erkennen können." - Jahsira -

Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dumme ist. - Raven-
StilleWasser

Beitrag von StilleWasser »

Warum ist es eigentlich die hohe Kunst des Seins? Ich meine die Frage ernsthaft. Was macht es denn so schwer, sich selbst zu vergeben und sich selbst zu lieben? Was ist es, dass das schwerer macht, als seine Liebe auf irgendjemand oder irgendetwas anderes zu werfen? Und ist es nicht auch so, dass wenn ich den anderen liebe, auch mich selbst liebe? Aber hui, darf ich das eigentlich überhaupt sagen? Und nochmals hui: darf es überhaupt leicht sein?


Welche Tabus brechen wir und wessen Tabus sind das, ist es wirklich das, was ich für mich will.

Das ist für mich überhaupt die allerbeste Frage, die mich auch schon länger begleitet:

"Stopp! Ist das wirklich das, was du für dich willst?!"

("oder wäre es das, was du für den dir liebsten Menschen wollen würdest?")


LG!
Stille
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nimue
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Beitrag von nimue »

@hobbes
Danke für den Link, ich habe den Text dort heraus genommen. Wir bemühen uns, die einzelnen Boards nacheinander nach möglichen Urbeberrechtsverletzungen durchzusehen. Bei neuen Beiträgen geben wir die Möglichkeit, den Urheber um Erlaubnis zu fragen. Ansonsten müssen wir den Text auch hier leider entfernen.

P.S. entschuldigt für das kurze OT
Mickie

Beitrag von Mickie »

Bei dem Thema fällt mir immer wieder der Satz von einem lieben Menschen an mich ein:

Erst wenn du dich selbst lieben kannst kannst du andere lieben.

Irgendwie verhält es sich mit dem Vergeben doch genauso oder?
Nur wenn wir uns selbst vergeben können, können wir auch vom Herzen den anderen Vergeben.

Dazu passt dann noch vielleicht: Ich kann andere nicht ändern, ich kann nur mich ändern und in dem ich mich änder ändert sich auch mein Umfeld.

Lieben Gruss Mickie
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Elvira
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Beitrag von Elvira »

Lehrling hat geschrieben: das Wochenthema ist "Vergebung", nicht "Verzeihung".
Für mich macht das einen Unterschied:
Verzeihung bedeutet für mich etwas in dem Sinne von wegziehen, wenn ich jemand anderem verzeihe, dann ziehe ich von ihm weg, was es da zu verzeihen gab.
Vergebung bedeutet für mich etwas weggeben, nämlich das, was mich getroffen/verletzt hat. Wenn ich das vergebe, gebe ich es weg im Sinne von:
das ist jetzt deins, mich trifft es nicht mehr, egal, wie Du es gemeint hattest.
Dies hat Lehrling in dem Thread "Reiki in die Vergangenheit" geschrieben.
Ich hole es mal hier hin.

Ich finde, das ist eine ganz wichtige Aussage zu diesem Thema.

LG
Kathi
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May
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Beitrag von May »

In Lehrlings Sinne gehört also zum "Ver-Geben" unbedingt das "Los-Lassen", so lese ich das jedenfalls...
Und Loslassen von etwas, das einem angetan wurde, ist zuweilen sehr schwer - denn es gibt Taten, die ruinieren Lebensentwürfe oder zerbrechen Menschen.
Wer es unternimmt, auf dem Gebiet der Wahrheit und Erkenntnis als Autorität aufzutreten, scheitert am Gelächter der Götter.

Albert Einstein, Aphorismen für Leo Baeck
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Lehrling
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Beitrag von Lehrling »

Hallo May,

schwer ist es auf jeden Fall, aber diese Kombination muß ja nicht für jeden gelten; i c h f ü r m i c h verstehe es j e t z t so. Auch das kann sich durch neue Einsichten wieder ändern.
Auf jeden Fall bedeutet es Nachdenken und Be-/Verarbeiten.

liebe Grüße
Lehrling
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Christian

Beitrag von Christian »

ich möchte mal dezent an diesen thread erinnern:
http://www.reiki-land.de/reiki-forum/zu ... t5807.html
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Carya Fee
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Beitrag von Carya Fee »

Vergebung fordert uns immer wieder heraus.
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Elvira
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Beitrag von Elvira »

Gestern beim Treffen mit der kleinen MS-Gruppe (wir waren 5 MSler, davon sind drei Reikianer :wink: ) habe ich dieses Thema natürlich auch auf den Tisch gebracht.

Wir stellten fest, der eine oder andere denkt gar nicht an Vergebung. Er hofft, das die Zeit das "Mäntelchen darüber legt" und es ist alles wieder in Ordnung.

Der eine sagte direkt, was heißt vergeben, ich muß doch nur loslassen können. Wie May oben auch schon feststellte.

Wir kamen auch zu der Erkenntnis, der eine oder andere möchte gar nicht vergeben. Vielleicht möchte er jemanden die Schuld in die "Schuhe schieben können", jemanden für seine Misere anklagen können, Aufmerksamkeit und Mitgefühl erwecken. Schlicht gesagt, er möchte es schon von sich schieben, abgeben, auf andere wälzen. Nur nicht im "Eingemachten wühlen". Wie Mickie schon sagte:" Ändere dich selbst, so verändert sich rundherum auch alles andere!"

Diese Arbeit des "selbst verändern" ist vielleicht genauso schwierig, wie die Arbeit mit der Vergebung.

LG
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herzvertrauen

Beitrag von herzvertrauen »

Wir stellten fest, der eine oder andere denkt gar nicht an Vergebung. Er hofft, das die Zeit das "Mäntelchen darüber legt" und es ist alles wieder in Ordnung.
Das klingt für mich nach Verdrängung
Und irgendwann kommt dann wieder die Konfrontation mit dem Thema.... Und dann??? Wieder "das Mäntelchen drüber"?? :wink:
Der eine sagte direkt, was heißt vergeben, ich muß doch nur loslassen können.
Das würde ja dann bedeuten, "vergeben" und "loslassen" ist das selbe? Oder ist es vielleicht so, dass ich erst loslassen muss um vergeben zu können?
Nein, ich denke das sind unterschiedliche Prozesse die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.

Ja, ich sehe das auch so - Vergebung ist schwierig und ein Prozeß der sich nicht von gleich auf jetzt erledigt.
Aber auch sicherlich ein Thema welches uns immer wieder einholt und aufgearbeitet werden möchte.

LG
herzvertrauen
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Esther
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Beitrag von Esther »

herzvertrauen hat geschrieben:
Der eine sagte direkt, was heißt vergeben, ich muß doch nur loslassen können.
Das würde ja dann bedeuten, "vergeben" und "loslassen" ist das selbe? Oder ist es vielleicht so, dass ich erst loslassen muss um vergeben zu können?
Nein, ich denke das sind unterschiedliche Prozesse die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.
Ist das Vergeben nicht der erste Schritt des Loslassens?
Vielleicht sollten wir Loslasser mal drauf ansprechen. *g*


Eins fragendes
Estherchen

*g* :wink:
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Sir Thomas Marc
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Beitrag von Sir Thomas Marc »

Schwert Euch nicht drum was andere denken
vergebt oder lasst es.
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Esther
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Beitrag von Esther »

Sir Thomas Marc hat geschrieben:Schwert Euch nicht drum was andere denken
vergebt oder lasst es.

ich tue es, wenn es Sinn macht,
wos keinen macht, gibts Schwerter
Bist ja sehr offen für andere Meinungen und Ansichten *g*

Aber die optische Gestaltung des Postings in Betracht auf die Art des Zeilen-/Absatzgebrauches war schon sehr eindrucksvoll, muss ich zugestehen. Sollte man fast als Rhetorisches Mittel durchgehen lassen. :wink:

LG; Esther
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Sir Thomas Marc
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Beitrag von Sir Thomas Marc »

Bingo!
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Beitrag von Esther »

Sir Thomas Marc hat geschrieben:Bingo!
Die Herren der Schöpfung soll mal einer verstehen..
Manchmal sagen sie zwar was, aber im Endeffekt sagen sie doch nix. :rofl:

Näheres demnächst in meinem Onlinetagebuch "Erkenntnisse eines Teenagers" :naenae:

Lustige Grüße,
Esther
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