FERNEINWEIHUNGEN

Form, Stile, Philosophie und Grundsatz-Diskussionen zu Reiki und dem Usui-System.

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katz
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Beitrag von katz »

Spiralfrau.. ich zieh den Teppich wech.. wegen weil dann kriegt der Jung ma die nackerte Erde zwischen die Zehen und spürt die Mutter besser ;)

die Katz
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Nati1974
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Ferneinweihung

Beitrag von Nati1974 »

Ich habe grade auf ebay was entdeckt
http://m.ebay.de/itm/Ferneinweihung-in- ... Ciid%253A2

Was haltet ihr davon?

Emilie
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Re: Ferneinweihung

Beitrag von Emilie »

Hallo,

die Anbieterin ist glaube ich schon seit Jahren in der Bucht und bietet Ferneinweihungen an. Scheint sich zu lohnen. Es scheint das meistverkaufte Produkt (Ferneinweihung in Usui Reiki 1-4.Grad Meister/Lehrer) der Anbieterin für 15,- Euro zu sein.

Ich halte nichts von Ferneinweihungen.
Mich würde interessieren, was das für Leute sind, die sich über Portale Ferneinweihungen geben lassen. Und als was sich die Anbieter sehen.... als Einweiher/Reiki-Lehrer... Darüber kann man wohl nur spekulieren und jeder hat da seine Meinung darüber. :)
Liebe Grüße,
Emilie

Nati1974
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Re: Ferneinweihung

Beitrag von Nati1974 »

Also ich hätte da schiss. Würde es net machen lassen. Wie du schon sagst, man weiss ja net wer das ist.
Aber für 15 Euro, ich habe 240 bezahlt.

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Frank
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von Frank »

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reiki-kanji
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von reiki-kanji »

Hallo zusammen,

ich möchte gern zum Thema Reiki in Zeiten von Corona hier im Forum etwas schreiben und nicht in dem "Blog".
Also zunächst einmal denke ich, dass wir uns alle, aber insbesondere die Berufs-Reikilehrer die Lenensregel "gerade heute sorge dich nicht" tiefer verinnerlichen sollten.

Für jeden ist Corona derzeit eine Herausforderung, egal welchem Beruf er nachgeht. Fast jeder muss seine berufliche Zukunft überdenken und viele wissen nicht, wie es weitergeht. Viele werden in den nächsten Jahren weniger Geld zur Verfügung haben und ob man sich dann noch eine Reiki-Einweihung leisten kann oder möchte (insbesondere online), weiß heute noch niemand.

Es klingt für mich auch ein bisschen höhnisch, wenn jemand anklingen lässt, die Angestellten wüssten ja nicht, wie es für einen Selbständigen sei und alle Angestellten hätten weniger Sorgen. Gerade Angestellte in den sogenannten systemrelevanten Berufen, hätten jetzt vielleicht gern mal ein bisschen weniger zu tun und die in den anderen Berufen leben von Kurzarbeitergeld o.ä.

Gerade Reikilehrer sollten derzeit ein gutes Vorbild sein und der inneren Einstellung Ausdruck geben, dass sich zu sorgen nicht weiterhilft und Vertrauen dahingehend ausstrahlen, dass es bestimmt bald auch wieder möglich sein wird, Reikiseminare und - treffen durchzuführen.
Genau das Gegenteil empfinde ich aber bei all denen, die nun in dieser schwierigen Zeit bereit sind, den zutiefst verwurzelten Grundsatz - keine Ferneinweihungen - über Bord zu werfen.

Auch die Unterteilung in Reikilehrer und Reikipraktizierender macht mich stutzig. Was soll denn das für ein Lehrer sein, der nicht auch Praktizierender ist. Ein Bäckermeister, der nur noch lehrt und selbst nicht mehr in der Backstube steht, lebt genauso fernab vom realen Leben, wie ein Reikilehrer, der nicht praktiziert.

Zum Tema Reiki und Beruf habe ich ja schon einiges geschrieben. Und ein Beruf und eine Berufung sind lange nicht dasselbe. Und wenn man dann seine Berufung zum Beruf macht, verliert man nur allzuleicht eine Berufung, denn ein Beruf richtet sich nach anderen Kriterien als eine Berufung. Juristisch ist "Reikilehrer/Reikipraktizierender" genau nur deshalb ein Beruf, weil ein regelmäßihes Einkommen damit erzielt werden soll. Spirituell gesehen war Reiki nicht zum Verdienen des Lebensunterhalts gedacht, eher andersherum, durch den "normalen" Beruf sollte dieser Berufung nachgegangen und sie finanziert werden können.

Von daher finde ich es spannend, dass ausgerechnet Vereine und Berufsverbände, von denen ich ja so gar nichts halte, eben gerade nicht bereit sind, den Grundsatz "keine Ferneinweihungen", über Bord zu werfen.
Auch ein noch so gut gemachtes online-Seminar vermittelt nicht annähernd das, was die in-person-Treffen vermitteln. Oder glaubt jemand, ich habe von Phyllis Furumoto nur das gelernt, was sie sehr allgemenin gehalten in den Reiki-Webinars vermittelt hat.

Dr. Mark Hosak hat in einem seiner Bücher beschrieben, was er in seiner Zeit alles in Japan mit Menschen, an Örtlichkeiten etc. erlebt hat. Das hätte er so alles mit Sicherheit nicht erlebt, wenn er sich Filme über die japanische Natur angesehen hätte und mit den Menschen, die er getroffen hat, lediglich geskypt hätte.

Eltern, Schüler und Lehrer stellen in der Corona-Zeit fest, wie unbefriedigend das Home-schoooling ist und ausgerechnet bei Reiki soll das anders sein ?

Reiki dient in allererster Linie dazu, das, was einem im Leben begegnet, annehmen zu können und all die Menschen, die schon sehr früh nach Lockerungen gerufen haben und jetzt Unterstützung vom Staat (also uns allen) fordern und sich teilweise immer noch bzw. wieder genauso rücksichtslos verhalten wie vor Corona, können das offensichtlich nur schwer.

Auch in Sachen Reiki kann Corona eine Zeit der Entschleunigung sein und vor allem diejenigen mal wieder an ihre Reiki-Wurzeln führen, die schon viele Jahre nichts anderes mehr machen, als lehren und sich in genau demselben beruflichen Hamsterrad tummeln, wie andere in einem anderen Beruf.

...und ... mal sehr provokant gesagt: all die Reikilehrer, die nun keine Schüler unterrichten können, könnten sich einen kleinen "Nebenjob" in einem der derzeit stressigen Jobs suchen und so vielleicht finanziell diese Zeit überstehen.
... und ... nur so als Beispiel: unsere kleine Änderungschneiderei ändert derzeit wenig, schneidert und verkauft aber Masken und hält sich so über Wasser.

Wer in diesen Zeiten bereit ist die wichtigsten Grundsätze von Reiki über Bord zu werfen, hat meiner Meinung nach zwar möglicherweise viel Wissen über Reiki angesammelt, aber Weisheit ist daraus noch nicht geworden.
Vergesst nicht ... wir alle leiden unter der Situation, die dieses Virus herbeigeführt hat. Und wer jetzt darauf warten kann, eine Einweihung persönlich zu erleben und nicht schon vorab allerlei zu "lernen", hat in Sachen Reiki bereits mehr gelernt als andere, die jetzt eine online-Einweihung konsumieren möchten und glauben, dies könne nicht aufgeschoben werden.
Wir alle sind machen und konsumieren so sehr gewohnt, da könnte diese Corona-Zeit tatsächlich bei vielen eine etwas andere Einstellung hervorbringen.

Und das ist das kompromittierende am "Beruf" des Reikilehrers. Eigentlich wissen die meisten, was sie tun sollten und ihren Einweihungswilligen jetzt sagen sollten, aber das pure "ich muss aber Geld verdienen", läßt sie etwas anderes tun und das wird dann schöngeredet.

Wir erleben jetzt eine unschöne Zeit, aber das Leben besteht aus schönen und unschönen Zeiten, also durchlebt doch jetzt mal die unschönen Zeiten und macht das Beste daraus, ohne die wichtigsten Grundsätze zu verlezten, die euch schon euer halbes Leben lang (oder noch länger) begleiten.

LG Kanji

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Frank
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von Frank »

Danke für deinen Beitrag.
reiki-kanji hat geschrieben:
23.05.2020, 20:03
ich möchte gern zum Thema Reiki in Zeiten von Corona hier im Forum etwas schreiben und nicht in dem "Blog".
Hey, das ist unser redaktioneller Bereich, "Blog" klingt für mich unpassend, zumal viele Beiträge auch aus dem Reiki Magazin stammen oder dort veröffentlicht werden. Wobei ich extra gegenseitig verlinkt habe, da an dieser Stelle natürlich Diskussionen dazu besser aufgehoben sind.
reiki-kanji hat geschrieben: Für jeden ist Corona derzeit eine Herausforderung, egal welchem Beruf er nachgeht. Fast jeder muss seine berufliche Zukunft überdenken und viele wissen nicht, wie es weitergeht. Viele werden in den nächsten Jahren weniger Geld zur Verfügung haben und ob man sich dann noch eine Reiki-Einweihung leisten kann oder möchte (insbesondere online), weiß heute noch niemand.
Ich erlebe dies deutlich bei der diesjähigen ReikiCon. Ebenso als jemand, der Teil einer Kulturszene ist, die von massiven Insolvenzen bedroht ist. Und vielen anderen mehr. Ich will aber nicht aufrechnen, sondern in jenem Artikel einen Blick auf die Situation hauptberuflich arbeitender Menschen werfen.
reiki-kanji hat geschrieben: Es klingt für mich auch ein bisschen höhnisch, wenn jemand anklingen lässt, die Angestellten wüssten ja nicht, wie es für einen Selbständigen sei und alle Angestellten hätten weniger Sorgen. Gerade Angestellte in den sogenannten systemrelevanten Berufen, hätten jetzt vielleicht gern mal ein bisschen weniger zu tun und die in den anderen Berufen leben von Kurzarbeitergeld o.ä.
Es ging nicht um systemrelevante Berufe. Ich habe große Teile meines Lebens in genau diesen Berufen zugebracht und kenne die grundlegende Benachteiligung aufgrund von Geschlechts- oder Religionszugehörigkeit bestens. In diesem Fall ging es darum, dass die Entscheidungen eines sogenannten "Berufsverbandes" von Menschen getroffen werden, die jenen "Beruf" nicht primär ausüben. Entscheidungen, die dann wiederum genau die betreffen, die hauptberulicht mit Reiki arbeiten.
reiki-kanji hat geschrieben: Spirituell gesehen war Reiki nicht zum Verdienen des Lebensunterhalts gedacht, eher andersherum, durch den "normalen" Beruf sollte dieser Berufung nachgegangen und sie finanziert werden können.
Phyllis hat zu meiner Zeit nur Menschen zur Ausbildung als Reiki-Meister zugelassen, die klar dazu bereit waren, ihren Lebensunterhalt mit Reiki zu verdienen. Takata hätte vielleicht gesagt: "Vertrau Reiki".
reiki-kanji hat geschrieben: Auch in Sachen Reiki kann Corona eine Zeit der Entschleunigung sein und vor allem diejenigen mal wieder an ihre Reiki-Wurzeln führen, die schon viele Jahre nichts anderes mehr machen, als lehren und sich in genau demselben beruflichen Hamsterrad tummeln, wie andere in einem anderen Beruf.
Diese Zeit kann genauso gut Chancen bieten, aktuelle "Gesetzmäßigkeiten" zu überdenken. Vor allem: Gibt es nur extreme Positionen wie "Niemals Fernweihungen" oder "geht immer" oder noch etwas dazwischen?
reiki-kanji hat geschrieben: ... und ... nur so als Beispiel: unsere kleine Änderungschneiderei ändert derzeit wenig, schneidert und verkauft aber Masken und hält sich so über Wasser.
Andere machen sich in dieser Zeit mit neuen Tools vertraut. Online-Seminare mit Zoom etc. Neue Wege im Marketing. Vor vielen Jahren hieß es, dass nur die orale Tradition akzeptabel sei und man keine Bücher über Reiki schreiben dürfe. Eine konservative Haltung, die längst überholt wurde. Zudem gibt es Gegenpole und eine Mitte.
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von Sonka »

Hallo Kanji,

herzlichen Dank für deine - mal wieder - überdachten undwohltuenden Worte. Ich sehe es sehr ähnlich und bin erstaunt, wie schnell Regeln, die über viele Jahre Bestand hatten und unanfechtbar waren, über Bord geworfen werden.
Ja, es sind schwierige Zeiten und wir wissen nicht, wie es weiter gehen wird. Aber wenn in der Vergangenheit ein Schüler Schwierigkeiten hatte, das Geld zusammen zu bekommen, kamen ganz schnell Hinweise, die immer einen leichten Anklang von Überheblichkeit hatten. Es war halt noch nicht die richtige Zeit. Dann muss man halt noch etwas sparen. Und jetzt ist plötzlich ganz schnell alles anders.
Ich bin durchaus der Meinung, dass man offen sein darf für Veränderung. Und ich kann mir Ferneinweihungen eventuell im Einzelfall als Notlösung vorstellen. Aber nicht als generelle Möglichkeit, nur weil es technisch geht.

Deinen Hinweis auf die Lebensregeln finde ich sehr wohltuend. Genau jetzt und heute ist es eine gute Zeit, sich darauf zu besinnen. Gerade heute sorge dich nicht. Sondern nutze die Zeit und schaue, wofür du dankbar sein kannst und wie du hilfreich sein kannst für deine Mitmenschen.
Aus der Ruhe kommt die Kraft!

And those who were seen dancing were thought to be insane by those who could not hear the music. ― Friedrich Nietzsche

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reiki-kanji
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von reiki-kanji »

Hallo zusammen,
Frank hat geschrieben:
23.05.2020, 21:20
Hey, das ist unser redaktioneller Bereich, "Blog" klingt für mich unpassend, zumal viele Beiträge auch aus dem Reiki Magazin stammen oder dort veröffentlicht werden. Wobei ich extra gegenseitig verlinkt habe, da an dieser Stelle natürlich Diskussionen dazu besser aufgehoben sind.
sorry, wenn ich da einen unpsassenden Begriff gewählt habe. Ich bin und bleibe wahrscheinlich immer ein bisschen "analoger" als andere. Es war nicht despektierlich gemeint. :nixweiss:
Frank hat geschrieben:
23.05.2020, 21:20
Es ging nicht um systemrelevante Berufe. Ich habe große Teile meines Lebens in genau diesen Berufen zugebracht und kenne die grundlegende Benachteiligung aufgrund von Geschlechts- oder Religionszugehörigkeit bestens. In diesem Fall ging es darum, dass die Entscheidungen eines sogenannten "Berufsverbandes" von Menschen getroffen werden, die jenen "Beruf" nicht primär ausüben. Entscheidungen, die dann wiederum genau die betreffen, die hauptberulicht mit Reiki arbeiten.
Darum geht es mir auch nicht. Ich meine alle Berufe. Besonders gebeutelt sind ja derzeit auch die Gastro-und Tourismus-Branche und die würde ich nicht als systemrelevant bezeichnen. Die haben eher mit dem zu tun, was früher mal Luxus war und heute als selbstverständlich angesehen wird. Aber auch hier werden nicht alle in diesen Berufen verbleiben können.
Frank hat geschrieben:
23.05.2020, 21:20
Phyllis hat zu meiner Zeit nur Menschen zur Ausbildung als Reiki-Meister zugelassen, die klar dazu bereit waren, ihren Lebensunterhalt mit Reiki zu verdienen. Takata hätte vielleicht gesagt: "Vertrau Reiki".
Ich kann nicht beurteilen, was und wie Phyllis in den "ganz frühen" Zeiten von Reiki über die Frage der Meister-Einweihung entschieden hat.
Ich kann nur beurteilen, wie es in der Zeit meiner Meister-Kandidatur war.

Ich habe Phyllis nie sagen hören, dass man seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch Reiki zu verdienen hat. Sie hat ihre Bewunderung denjenjgen gegenüber zum Ausdruck gebracht, die das können, aber nie gesagt, dass dies immer und für alle so sein muss.
Sie hat sogar auf die immer schwieriger werdende Situiation hingewiesen, die sich daraus ergibt, dass es immer mehr Reiki-Meister gibt. (Je mehr Meister, desto weniger Schüler möglicherweise für den einzelnen.)

Sie wußte um meinen Beruf und sie wußte, dass ich diesen nicht aufgeben werde, sie hat mich nie vor die Wahl gestellt, meinen Lebensunterhalt entweder nur durch Reiki oder diesen Beruf zu verdienen.
Sie hat mich soger eher ermutigt, Reiki in diesen Beruf hineinzutragen.
Vor dem Hintergrund ihres Wissens, hätte sie mich (und viele andere) also gar nicht zum Meister einweihen "dürfen" .... hat sie aber.

Ich kann nur vermuten, dass Phyllis entweder nie davon ausgegangen ist, ausschließlich mit Reiki seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder im Laufe der Zeit ihr Bewusstsein dafür geöffnet hat, dass es auch anders geht.

All die "frühen Meister", die lange Zeit das Glück hatten, auschließlich mit Reiki ihren Lebensunterhalt zu verdienen, möchte ich ermutigen, ihr Bewusstsein dafür zu öffnen bzw. zu erforschen, ob sie vielleicht an einer Aussage "kleben", die Phyllis so nicht getätigt hat. Hat Phyllis tatsächlich früher erwartet, dass man als Reiki-Meister seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch Reiki verdient ? (Das ist jetzt eine ernst gemeinte und keine rethorische Frage)
Diese Bewusstseinsöffnung könnte dann nämlich dazu führen, dass diese Meister, nicht an Reikigrundsätzlichkeiten herumlaborieren, sondern schlicht eine Weile mal "hauptberuflich" etwas anderes machen.

Zu dem Takata-Satz "vertrau Reiki" möchte ich sagen, dass Frau Takata seinerzeit in einer Situation gelebt hat, die es gar nicht zugelassen hätte, Reiki als Beruf auszuüben oder damit seinen Lebensunterhalt (ausschließlich) zu verdienen (japanisches Konzentrationslager in Amerika, sozial zunächst stark ausgegrenzt, noch gar kein grundsätzliches Recht von Frauen auf eine Berufsausübung). Ich bezweifle stark, dass sie diesen Satz vor dem Hintergrund einer Berufsausübung gemacht hat.

Wenn man das Wort Reiki tatsächlich jedes Mal, wenn wir es verwenden, mit "universeller Lebensenergie" überstetzt, dann nutzen wir diese Energie sowieso bei allem, was wir tun und egal in welchem Beruf wir arbeiten. Dann liegt der Fokus auf dem Wort "universell" und der Satz bekommt für mich dann eine Bedeutung im Sinne von "vertaue dem Leben selbst".
Häufig wird der Fokus bei der Nutzung des Wortes Reiki aber nur auf einen von vier Aspekten gelegt, nämlich die natürliche Heilmethode. Wenn man dann damit argumentiert, seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Reiki zu verdienen, dürften wir alle nur noch Ärzte, Heilpraktiker, geistige Heiler etc. sein.

Diese grundsätzlich nicht korrekte bzw. einseitige Nutzung des Wortes "Reiki" ist meiner Meinung nach eh das grundlegende Problem vieler "hauptberuflicher" Reiki-Lehrer, die dann mehr und mehr die anderen drei Aspekte an den Rand zu drücken scheinen.
Wer backt dann unsere Brötchen, repariert unsere Autos oder macht versopfte Rohrleitungen wieder frei ? Dürfen die nicht alle auch Reiki praktizieren und darin vielleicht sogar Meisterschaft erlangen ?
Und würden der/die "Begründer" des Reiki-Magazins nicht (weiter) im Beruf des Verlegers/Redakteurs/Autors arbeiten, gäbe es das nicht. Sie haben diesen Beruf dem Thema Reiki gewidmet.
Frank hat geschrieben:
23.05.2020, 21:20
In diesem Fall ging es darum, dass die Entscheidungen eines sogenannten "Berufsverbandes" von Menschen getroffen werden, die jenen "Beruf" nicht primär ausüben. Entscheidungen, die dann wiederum genau die betreffen, die hauptberulicht mit Reiki arbeiten.
Da ich der Meinung bin, dass Reiki überhaupt nicht als berufliche Tätigkeit (und damit schon gar nicht als hauptberufliche) gedacht ist, sondern als eine Lebenseinstellung, kann ich diese Vereine in ihrer Meinung nur unterstützen. Da kommen wir dann auch irgendwie nicht zueinander. Über den Sinn oder den Nicht-Sinn eines Berufsverbandes habe ich an anderer Stelle ja schon genug geschrieben.
Frank hat geschrieben:
23.05.2020, 21:20
Andere machen sich in dieser Zeit mit neuen Tools vertraut. Online-Seminare mit Zoom etc. Neue Wege im Marketing. Vor vielen Jahren hieß es, dass nur die orale Tradition akzeptabel sei und man keine Bücher über Reiki schreiben dürfe. Eine konservative Haltung, die längst überholt wurde. Zudem gibt es Gegenpole und eine Mitte.
Ich habe auf meinem Reiki-Weg von verschiedenen Menschen häufig den Satz gehört: "Die Energie folgt der Achtsamkeit."
Wenn ich also meine Energie in die Beschäftigung mit Tools, Online-Zoom-Geschichten und dergleichen mehr stecke, werde ich vielleicht ein "IT-Experte", aber weniger ein "Reiki-Experte".

Reiki ist eine Praxis, die den Fokus ganz bewußt auf die "Erforschung" der eigenen inneren Prozesse lenkt, also wie und was fühle ich, denke, wahrnehme und wie diese inneren Prozesse beeinflussbar sind, günstigstenfalls durch einen selbst. Beim Fokussieren auf äußere Dinge gelingt es vielen Menschen nicht gut, sich gleichzeitig auf die inneren Prozesse zu konzentrieren.
Von daher würde ich in diesen Zeiten dazu raten, die "viele freie Zeit" dazu zu nutzen, den Fokus wieder auf die inneren Prozesse auszurichten, das kann auch langjährigen Reiki-Meistern nicht schaden. Frei nach dem Motto: back to the roots ... oder sind wir alle schon als Reiki-Meister auf die Welt gekommen ? (In einem sehr bestimmten Sinn würde ich sogar sagen: ja.)

Zum Thema Bücher möchte ich sagen, dass es wohl darauf ankommt, was in diesen Büchern steht.
Bücher, in denen Menschen ihren Lebensweg beschreiben und welche Rolle Reiki dabei gespielt hat, waren meiner Wahrnehmung nach auch früher kein Problem. Hierbei muss allerdings gesagt werden, dass nur schwer ein Gefühl durch ein Buch "übermittelt" werden kann.
Bücher hingegen, in denen die Praxis selbst, Behandlungstipps, Anweisungen für "korrektes Reiki" oder gar Einweihungsrituale beschrieben werden, stellen das Problem dar, dass sie vorgeben zu vermitteln, wie und was Reiki ist und bewirkt, ohne dass der andere möglicherweise eine eigene Erfahrung damit verbinden kann. So wie ich ja schon gesagt habe: Hätte Dr. Mark Hosak Filme über die japanische Natur augeschaut, wäre die Erfahrung (und vielleicht auch sein weiterer Weg) eine andere gewesen.
"Der Fingerzeig auf den Mond, ist nicht der Mond."

Und woher nimmst du eigentlich die Behauptung, dass die orale Tradition eine überholte konservative Haltung sei, die keine Gültigkeit mehr besitzt ? Und woher die Erkenntnis, dass das Schreiben von Reiki-Büchern jetzt "erlaubt" sei ?
Derartiges habe ich Phyllis ebenfalls nicht sagen hören und nur weil mehrere Menschen (insbesondere Meister, die ihren eigenen Stil entwickelt haben) nun Bücher schreiben, ist damit die orale Tradition nicht ad akta gelegt.
Es rennt ja schließlich nirgendwo jemand herum und verbietet diese Bücher und das hat auch Phyllis nicht getan. Sie hat nur eher davon abgeraten Reiki-Bücher zu lesen.

Phyllis hat eine Art der "oralen Tradition" gepflegt, auf die viele erst jetzt zurückgreifen ... Webinare.
Sie ist meines Wissens aber nie auf die Idee gekommen, Einweihungen auf diesem Weg durchzuführen.
In diesen Webinaren hat sie ganz allgemein zu einem Thema berichtet und die "angemeldeten/zugeschalteten" Teilnehmer konnten Fragen dazu stellen. Phyllis hat Fragen, die einen zu persönlichen Inhalt hatten oder bei denen auf einen Background zurückgegriffen wurde, der aus einer persönlichen Beziehung herrühren, nicht öffentlich beantwortet, sondern das später "unter vier Augen/Ohren" gemacht. Natürlich konnten da auch Menschen zusehen, die noch keine Einweihung in Reiki hatten, aber das was sie vermittelt hat, waren eben keine "Interna" zu bestimmten Themen.

Es gibt Dinge, die ein Reiki-Meister nur einem Schüler sagt, da er eine bestimmte Stärke oder Schwäche bei diesem Schüler gesehen hat und den Schüler darauf fokussieren möchte. Nicht alles wird allen vermittelt, weil es nicht erforderlich ist. Das hat Phyllis auch bei den Gruppen-Treffen so gehandhabt.

Es spricht auch nichts dagegen, wenn Reiki-Meister jetzt Webinare o.ä. anbieten, aber dann doch bitte etwas differenziert z.B. nach Graden.
Die persönlich bekannten Schüler 1. Grad in eine Gruppe, der 2. Grad in eine weitere Gruppe, Meisterkandidaten in eine weitere und "interessierte noch-nicht-Eingeweihte" ebenfalls in eine weitere.
Auch diesen kann man schon vieles Nahebringen. Und man kann ja gerne einen kleinen Obulus dafür verlangen.
Wenn ein "hauptberuflicher Lehrer" aber seinen Lebensunterhalt überwiegend aus Einweihungen oder sonstigen "in-persona-Spezial-Krusen" erzielt, geht es dann ja wohl ums Geldverdienen und nicht um das Vermitteln der Reikigepflogenheiten, wenn jetzt über Ferneinweihungen nachgedacht wird.

Zum Schluß zum Marketing :panik: :kotz: ... eines der widerlichsten Dinge, die es meiner Meinung nach gibt und um die ich mich definitiv nicht näher kümmern möchte. Warum?
Beim Marketing geht es darum ein Produkt, eine Idee, eine Methode oder sonstiges "auf den Markt" zu bringen oder "am Markt" zu etablieren oder Marktanteile zu sichern. Große Konzerne geben gern mal rund 50% ihre Umsatzes für Marketing aus ... anstelle sich um ein anständiges Produkt zu kümmern. Lieber viel Geld in eine Mogelsoftware stecken, das Produkt so gut oder schlecht lassen wie es ist, und sich hinterher mit einem vermeintlich sauberen Image brüsten. Ich denke du weißt, worauf ich da abziele.

Oder behaupten das eigene Produkt sei toller als ein anderes, obwohl bei der Liste der Inhaltsstoffe dann nachgelesen werden kann, dass in beiden Produkten das gleiche drin ist (z.B. Waschmittel).

Bei einer Praxis, die darauf abzielt, Menschen erfahrbar zu machen, wie und wodurch sie beeinflussbar oder manipulierbar sind, sich selbst, ihr "Funktionieren" und die Grundlagen für so manche unbewusste Entscheidung sichtbar zu machen, nun gerade ein Mittel einzusetzen, das von Beeinflussung und Manipulation, durch das Erwecken oder Schüren von Wünschen, die ein Mensch zuvor gar nicht hatte, lebt, halte ich für paradox.

Marketing hat soviel mit "Werbung" zu tun, dass man schon fast sagen kann Marketing = Werbung. Und ich habe Phyllis nie darüber sprechen hören, dass man für Reiki Werbung machen soll, ganz im Gegenteil.
Und allen, die Marketing sauber und unmanipulativ betreiben, danke ich von Herzen, befürchte aber, dass man auf dem Gebiet wie so oft "mit den Wölfen heulen" muss.

Und zu guterletzt noch mal die Lebensregel "sein dankbar für alles Lebendige".
Wir alle können dankbar sein, wenn es Menschen in unserem Umfeld gibt, mit denen wir uns austauschen oder vielleicht sogar einzeln Treffen können. Es findet überall eine Fokussierung auf den engsten Familienkreis statt, auch wenn das gelegentlich ebenso seine Probleme mit sich bringt.
Im übrigen könnte es lohnend sein, sich mal mit dem Gedanken zu beschäftigen, was denn so ein Virus ist. Könnte man den auch schon als Leben bezeichnen in einer sehr "rudimentären" Form ? Wenn ja, wofür könnten wir ihm dankbar sein ? Viele Menschen genießen es, dass es weniger Lärm derzeit gibt, dass die Luft überall sauberer und klarer wird und die Natur eine Erholungspause erhält, die wahrscheinlich nur kurz sein wird. Wir könnten uns klar machen, das wir zwar "die Welt brauchen" um zu leben, die Welt uns aber nicht zwingend braucht und das Leben auch ohne uns existiert.

LG Kanji

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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von Frank »

reiki-kanji hat geschrieben:
24.05.2020, 18:54
Ich kann nur vermuten, dass Phyllis entweder nie davon ausgegangen ist, ausschließlich mit Reiki seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder im Laufe der Zeit ihr Bewusstsein dafür geöffnet hat, dass es auch anders geht.
Nochmal: Phyllis hatte die eindeutige Einstellung geäußert, dass man Reiki hauptberuflich anwendet, ich hatte damals, ca. 1995, schwer an dieser Aussage zu knabbern. Was man sonst noch nebenher gemacht hätte, war sicher wenig relevant. Und ja, ich denke auch, dass sie diese Einstellung verändert hat.
reiki-kanji hat geschrieben: All die "frühen Meister", die lange Zeit das Glück hatten, auschließlich mit Reiki ihren Lebensunterhalt zu verdienen, möchte ich ermutigen, ihr Bewusstsein dafür zu öffnen bzw. zu erforschen, ob sie vielleicht an einer Aussage "kleben", die Phyllis so nicht getätigt hat. Hat Phyllis tatsächlich früher erwartet, dass man als Reiki-Meister seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch Reiki verdient ? (Das ist jetzt eine ernst gemeinte und keine rethorische Frage)
Was an "Phyllis hat das so kommuniziert und ich war dabei", ist jetzt nicht zu verstehen?
reiki-kanji hat geschrieben: Ich bezweifle stark, dass sie diesen Satz vor dem Hintergrund einer Berufsausübung gemacht hat.
Ich habe geschrieben: "Takata hätte vielleicht gesagt: "Vertrau Reiki"." Es war nur eine Idee von mir, wie Takata es ausgedrückt haben könnte in ihrer speziellen Art. Ich habe nicht geschrieben: Takata hat das so gesagt.
reiki-kanji hat geschrieben: Wer backt dann unsere Brötchen, repariert unsere Autos oder macht versopfte Rohrleitungen wieder frei ? Dürfen die nicht alle auch Reiki praktizieren und darin vielleicht sogar Meisterschaft erlangen ?
Und würden der/die "Begründer" des Reiki-Magazins nicht (weiter) im Beruf des Verlegers/Redakteurs/Autors arbeiten, gäbe es das nicht. Sie haben diesen Beruf dem Thema Reiki gewidmet.
Das Geben von Kursen und Einweihen anderer Menschen in Reiki ist der zentrale Punkt des Meistergrades. Ich habe kein Problem, wenn jemand hauptberuflich Brötchen backt und nebenher Reiki Kurse gibt. Aber ich glaube kaum, dass jeder Bäcker Interesse daran hat, Reiki-Lehrer zu werden. Insofern ist das irrelevant.
Relevant war damals dagegen in Diskussionen mit meinem Lehrer, wenn man etwas tut, was einen direkten Bezug mit Reiki hat, wie eben Redakteur eines Reiki Magazins zu sein. Seine Brötchen hauptberuflich mit Reiki zu verdienen, erschöpft sich nicht allein im Geben von Behandlungen oder Kursen.
reiki-kanji hat geschrieben: Zum Schluß zum Marketing :panik: :kotz: ... eines der widerlichsten Dinge, die es meiner Meinung nach gibt und um die ich mich definitiv nicht näher kümmern möchte. Marketing hat soviel mit "Werbung" zu tun, dass man schon fast sagen kann Marketing = Werbung. Und allen, die Marketing sauber und unmanipulativ betreiben, danke ich von Herzen, befürchte aber, dass man auf dem Gebiet wie so oft "mit den Wölfen heulen" muss.
Und ich habe Phyllis nie darüber sprechen hören, dass man für Reiki Werbung machen soll, ganz im Gegenteil.
Marketing bzw. Werbung sind für Selbständige absolutes Pflichtprogramm. Nur weil es viel Werbe-Müll gibt, bedeutet das nicht, dass Werbung grundsätzlich schlecht ist. Ohne Marketing würde es kein Reiki Magazin geben, keine Reiki Convention. Usui hat selbst Marketing betrieben als er sich mit seiner Fackel auf den Marktplatz stellte. Er hat Anzeigen in Zeitungen aufgegeben für seine Kurstätigkeit. Auch Takata hat in Zeitungen ihre Reiki-Tätigkeit beworben. DAS IST MARKETING! Und der innere Prozess "Wie stell ich mich im Außen dar?" ist ein wichtiger Bereich der Persönlichkeitsentwicklung eines Reiki-Anbieters. Wie schon oft gesagt: Wer den Meistergrad macht, aber keine Kurse gibt, wirft den größten Teil der Geschenke des Meistergrades einfach weg.

Aber in diesem Thread geht es um Fernweihungen, also bitte wieder back to topic.
"Hallo ihr inneren Kinder, ich bin der innere Babysitter" (Terry Pratchett, Hogfather)
Fragen zu Reiki, Forum oder Reikiland bitte nicht via PN oder eMail, sondern im Forum posten.

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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von reiki-kanji »

gern ... aber einige Sachen hast du hier ins Spiel gebracht :wink:
Und ich würde auch gern auch zu eineigen anderen Sachen etwas schreiben, die in dem verlinkten Beitrag erwähnt werden.

Was spricht nun gegen eine Ferneinweihung - so ganz generell, wenn man "Qualitätsfragen" und "technisches Equipment" mal außer acht läßt ?

1. bestimmte körperliche Wahrnehmungen, die bei der Einweihung stattfinden, können bei einer Ferneinweihung nicht gemacht werden und zwar auch nicht durch den Einweihenden. Das Ritual ist ein körperlicher Akt - insbesondere für den Einweihenden.

2. bei einer "in-persona-Einweihung" behält der Einzuweihende bis zum Schluß die "Kontrolle" über das Geschehen. Ändert der Einzuweihende zu irgendeinem Zeitpunkt der Einweihung (selbst Sekunden vor dem Abschluß) seine Einstellung - warum auch immer - und möchte nun doch nicht eingeweiht werden, kann er jederzeit den Vorgang unterbrechen, in dem er den Stuhl/Platz der Einweihung verläßt und so den - körperlichen - Kontakt mit dem Einweihenden unterbricht.

Bei einer Ferneinweihung ist das genau andersherum. Die "Kontrolle" liegt ausschließlich beim Einweihenden. Der Fernkontakt kann nur vom Einweihenden abgebrochen werden und der körperliche Ausdruck der Willensänderung (das Aufstehen und Weggehen von einem Platz) bezüglich der Einweihung hat keinerlei Auswirkung auf den Kontakt. Der Einzuweihende kann nicht körperlich reagieren und so seiner Meinungsänderung Ausdruck verleihen. Die letzte "Rettungsleine" ist gekappt. Wird das Ritual "vollendet", geschähe dies dann gegen den Willen der Person. Und nun ... oooops ?
Ungewollt eingeweiht ?


Was spricht gegen eine Vorgehensweise, bei der zuerst ferneingeweiht und später in-persona ?

Allem voran natürlich der vorgenannte Punkt 2.

.... aber auch "formale Schwierigkeiten".
Eine Einweihung wird auch als Initiation bezeichnet. Es geht also um etwas initiales im Sinne von "erster Begegnung/erster Kontakt".
War der "erste Kontakt" mit Reiki nun eine Ferneinweihung, wäre die darauffolgende in-persona-Einweihung eben nicht mehr der "erste Kontakt" in Bezug auf die Reiki-Einweihung, folglich keine Initiation/Einweihung. Man erlebt dann zwar nachträglich die in Punkt 1 genannten Eindrücke, aber man bleibt ein "Ferneingeweihter".

Es gibt einen Spruch: es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.
Der erste Eindruck, bleibt auch bei einer Reiki-Einweihung der, den man tatsächlich als erstes erlebt hat.


Frank, du schreibst in deinem Artikel:
"Wenn es seitdem jemals eine massive, weltweite Ausnahmesituation gegeben hat, dann in den heutigen Zeiten von Corona mit ihren Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen."

Das ist sicherlich so richtig. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass gerade aufgrund der weltweiten Ausnahmesituation, keine "individuelle" Ausnahmesituation wie seinerzeit vielleicht bei Hawayo Takata vorliegt. Und nun durch das "Außerkraftsetzen" einer allgemein aktzeptierten Regelung für sich eine individuelle Ausnahme von der globalen Ausnahme zu kreieren, halte ich nicht für richtig.


Und noch etwas in Bezug auf die Vereine:

Gründung, Bestand und Regelungen bezüglich Vereinen sind im Vereinsgesetz festgelegt und müssen diesen Bestimmungen folgen.
Leztendlich kann jedermann einen Verein mit frei wählbarem Sinn und Zweck gründen, solang sich genügend Gründungsmitglieder (meist 7) finden.
Interne Vereinsregularien werden in einer Satzung festgelegt, die geändert werden kann, wenn es genügend Mitglieder gibt, die eine Änderung befürworten.

Nicht gefordet ist meines Wissens irgeneine Art von "fachlicher Kompetenz", um Mitglied eines Vereins zu werden oder einen zu gründen. So kann man z.B. einem Sportverein beitreten oder gründen, ohne je Sport gemacht zu haben oder dies künftig zu tun oder irgendwelche Kenntnisse im Bereich Sport zu verfügen. Das klingt zwar recht sinnlos, wäre aber rechtens.
Es wäre aber auch rechtens, wenn ein Sportverein sozusagen "Aufnahmekriterien" festlegt. Erfüllt man die nicht, muss man sich eben einen Sportverein suchen, der keine Kriterien festgelegt hat.

Wenn ein Reiki-Verein also in seiner Satzung festlegt, dass ein Mitglied auf eine bestimmte Weise in die Praxis von Reiki eingewiesen sein muss (ich versuche das jetzt mal ganz neutral zu benennen), so darf der Verein das.

Wenn nun Mitglieder eines Vereins diesem Verein bzw. anderen Mitgliedern dieses Vereins mangelnde Kompetenz, Sturheit, Konservativismus oder dergleichen mehr vorhalten ... nun gut ... die dürfen inkompetent, stur, konservativ und vieles mehr sein. Und sie können auch gegen eine Satzungsänderung sein.

Nicht die Mitglieder müssen jetzt ihre Einstellung zu Ferneinweihungen überprüfen, die diese schon immer strikt abgelehnt haben, sondern die Mitglieder, die ihre Meinung nun geändet haben. Sollen jetzt alle "Ferneinweihungsgegner" ihren Verein verlassen, den sie sich vielleicht gerade wegen dieses Kriteriums ausgesucht oder den sie vielleicht sogar mitgegründet haben ?

Wenn einem so vieles oder wichtiges an einem Verein nicht passt, muss/kann/darf man sich einen anderen Verein suchen. Wenn "hauptberufliche Reiki-Lehrer" sich daran stören, dass es viel zuviele "nicht-hauptberufliche Reiki-Lehrer" als Mitglieder gibt, dann gründe man doch den "Verein hauptberuflicher Reiki-Lehrer" oder ähnlich.
Oder wenn es einem nicht passt, dass in dem Verein Ferneinweihungen nicht zugelassen sind einen Verein, der sie zuläßt.

Das Lizensierungsprogramm von PROReiki ist basiert auch auf dem Kriterium der "in-persona-Einweihung". Möchte man also in den "Genuß" der Lizensierung kommen, muss man auch deren Kriterien anerkennen.
.. oder wie gesagt, etwas eigenes gründen.

... und zum Schluß
Frank hat geschrieben:
25.05.2020, 14:03
DAS IST MARKETING! Und der innere Prozess "Wie stell ich mich im Außen dar?" ist ein wichtiger Bereich der Persönlichkeitsentwicklung eines Reiki-Anbieters.

Genau dabei geht es nach dem, was ich gelernt habe bei der Persönlichkeitsentwicklung eines Reiki-Meisters nicht.
Es geht gerade nicht um "Darstellung" sondern um "Sein".
Es spricht nichts dagegen Flyer zu verteilen, oder die Leute wissen zu lassen, dass man Reiki-Meister ist.
Ursprünglich sollte es erst mal bei der Suche des Interessenten nach dem passenden Reiki-Meister darum gehen, einen pesönlichen kurzen Kontakt herzustellen und sich einen "ersten Eindruck" (ooops ... da haben wir ihn schon wieder) zu verschaffen und sich erst nach mehreren Kontakten entscheiden.
In diesem ersten Kontaktgespräch sollte der Reiki-Meister autenthisch sein und nichts darzustellen versuchen.
Und wenn ein Interessent mit dem Meister so wie der ist nicht "klarkommt", ist es eben nicht der richtige Meister.

LG Kanji

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reiki-kanji
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von reiki-kanji »

Ich möchte dieses noch etwas konkretisieren und auch auf einen anderen Askekt übertragen, der von Dr. Hosak angesprochen wurde.
reiki-kanji hat geschrieben:
25.05.2020, 19:14
1. bestimmte körperliche Wahrnehmungen, die bei der Einweihung stattfinden, können bei einer Ferneinweihung nicht gemacht werden und zwar auch nicht durch den Einweihenden. Das Ritual ist ein körperlicher Akt - insbesondere für den Einweihenden.
Der Mensch ist eine Einheit, die gern in die drei Bereiche Körper, Seele und Geist aufgeteilt wird.
Die Reiki-Praxis soll auch dazu dienen, diese drei Bereiche synchron "funktionieren" zu lassen, wieder zusammenzufügen, so dass wir tatsächlich "als Ganzes" agieren.

Bei einer Ferneinweihung erlebt der Einzuweihende körperlich die Eindrücke, die ihm die Umgebung, in der er sich zur Zeit der Einweihung aufhält z. B. Geräusche, Gerüche. Er erlebt nicht dieselben die körperlichen Eindrücke, denen der Einzuweihende ausgesetzt ist. Er erlebt auch nicht die körperlichen Eindrücke , denen er bei einer "in-persona-Einweihung" ausgesetzt wäre (denn es gibt ja noch ein paar mehr als nur die Berührung dabei).

Der Bereich Körper wird sozusagen von den Bereichen Seele und Geist "abgetrennt", anstatt dass diese zum Zusammenwirken gebracht werden.



Dieses sehe ich auch so im Zusammenhang mit dem Thema Ratenzahlung.

Der Ratenzahlende erhält ja eine vollständige Einweihung, erbringt aber nicht zur selben Zeit die geforderte Gegenleistung.
Er "macht Schulden", er geht eine Schuld dem Einzuweihenden gegenüber ein.
Auch das sehe ich als einen Aspekt von Reiki: einem anderen nichts schuldig zu sein, unabhängig in seinen Entscheidungen zu sein.
Was, wenn ein solchen Mensch dann kurz nach der Einweihung das Geld für eine Rate lieber für etwas ganz anderes ausgeben würde. Dann entstehen allenfalls Gedanken wie "hätte ich halt" ... "wäre doch " ... etc.

Mal eine sehr provokante Frage: wirkt Reiki dann nach der Einweihung auch nur häppchenweise ? Wird es "Rate für Rate" stärker, wirksamer, intensiver" ?

Die Zahlungsweise, die am meisten "reiki-like" ist, ist eine, die wir nur noch selten vornehmen, nämlich die Barzahlung ... das körperliche Aushändigen/Übergeben.
Auch hier kann der Einweihungswillige bis zuletzt sagen: "nein, ich möchte mein Geld doch lieber für etwas anderes ausgeben" ... schön für ihn, ungünstig für`s Portemonnaie der Reiki-Meisters ... aber eine ganz klare eindeutige Entscheidung.
Darüber, wie der Meister dann korrekt mit diesem Bargeld z.b. auch in Bezug auf die Steuer umgeht, ist Angelegenheit des Meisters, nicht des Schülers.

Zeit, Ort, Handlungen und Eindrücke fallen beim Geldgeber und beim Geldempfänger wieder zusammen, anders als bei einer Überweisung z.B.

Wir leben alle in vielen Bereichen viel zu sehr "auf Pump" was dann auch in Nicht-Corona-Zeiten schon bei vielen zu Privatinsolvenzen geführt hat.


Und ich komme zu einer weiteren Anmerkun von Dr. Hosak:

Dr. Hosak berichtet von einer indischen Interessentin, die nach seinen Angeboten in Englisch fragte. Es folgen einige Gedanken zu seiner Preisgestaltung und den Konsequenzen aus diesen Gedanken.

Nun ... ich denke, dass Inder nicht primär darunter leiden, dass es zuwenig Reiki-Online-Seminare oder Ferneinweihungen gibt.

Inder leiden primär darunter, dass die "westliche Welt" sie mit Plastik - und anderem Müll "beliefert".
Inder leiden darunter, das Kleidung bei Discount-Läden zwar ein "grünes Label" tragen, die Stoffe aber gar nicht von den zertifizierten Betrieben gefärbt werden, sondern diese Aufträge weitergegeben werden, da das Betreiben der vorgeschriebenen Kläranlage den beautrfagten Betrieben zu teuer ist und somit die Flüsse dort weiterhin verdreckt werden.
Inder leiden darunter, dass ihre Kinder in Minen unter lebens-und gesundheitsgefährdenden Bedingungen Tantal schürfen müssen (ein Matrial, das z.B für das Funktionieren von Vibrationeinstellungen bei Handys benötigt wird) und für ein Kilo mal gerade eben drei Euro erhalten, wohingegen das Material am Weltmarkt dan für bis zu dreitausend Euro gehandelt wird.

Es ist löblich einem Kind ein gutes Leben zu ermöglichen, aber ich glaube, wir schulden den Indern etwas mehr als das oder Ferneinweihungen. Wir alle haben und ganz schön was von den Indern "gepumpt".

LG Kanji

Nada
Reiki-Glühwürmchen
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Registriert: 01.06.2020, 10:51
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Re: FERNEINWEIHUNGEN

Beitrag von Nada »

Hallo ihr Lieben ,

da ich neu bei euch bin ,möchte ich auch nicht ins Fettnäpfchen tapsen.
Mein Motto ..jeder so wie er fühlt .
Diskussion mag ich keine ...jeder so wie er mag und es für richtig empfindet.

Ich persönlich möchte keine Fern-Einweihung...da ich weiß wie schön eine Einweihung zwischen Lehrer und Lehrling ist.
Mein Reiki-Meister - Lehrer war einfach wundervoll und ich habe real viel von ihm gelernt .
Mein Nasenbluten beim II Grad Einweihung hat er sofort gestoppt. ( nur so am Rande erwähnt )

Ich bin in den 1. und in den 2. Reiki Grad eingeweiht ...USUI SHIKI RYOHO ...

10 Jahre später hatte ich den Wunsch in den Reiki / Meistergrad eingeweiht zu werden .
Naja...da habe ich mich von einer Freien Reiki Meisterin in den Meister / Lehrer Grad einweihen lassen.
Ich habe aber ganz schnell gemerkt das meine ersten beiden Eiweihungen mit der letzten Einweihung nicht harmoniert .
Möchte auch nicht mehr dazu schreiben.

Ich schenke seit vielen Jahren nur noch mit meinem 2.Grad Reiki ob in die Ferne oder hier bei mir .
Meine Mutter 89 Jahre hat auch beide Reiki Grade USUI SHIKI RYOHO ...sie hat einiges vergessen und sie genießt es wenn ich ihr Fern-Reiki Spende/ Schicke.

Alles Liebe und Lichtvolle Grüße
Nada

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